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Aktuelle Infos zur Bürgergarde Hüttlingen!
Wenn kleine Vereine kein Gehör finden
Rolf Lemcke am 20.08.2018 um 05:11 (UTC)
 Auch wenn das Internet als Informationsquelle immer größeren Raum in unserem Leben einnimmt, sind gedruckte Wörter immer noch ein wichtiger Bestandteil davon. „Old School“ nennt man das im heutigen Neudeutsch und bezieht sich auch darauf, sich den modernen Medien zu entziehen.
Während man sich aber auf Internetseiten meistens anonym mitteilen kann, lassen Printmedien eine derartige Weitergabe von Informationen schon weniger zu. „Ganz gut so“ mag dabei so mancher denken und sieht das Internet nicht als Bereicherung, sondern gar als Bedrohung an. Sogenannte „Fake News“, also falsche Neuigkeiten, schüren das Misstrauen gegenüber Informationen aus dem Internet. Dennoch haben es die Zeitungen schwer, ihre Glaubwürdigkeit aufrechtzuerhalten.
Hier bei uns „auf dem Land“ informiert man sich dennoch gern durch die Printmedien - insbesondere wenn es um regionale Ereignisse geht. Und der Griff zur gedruckten Wörtern ist immer noch ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Allerdings torpedieren sich viele Zeitungen selbst, wenn sie ihre Berichterstattungen nur den großen Ereignissen zuwenden. Unwichtig erscheinende Ereignisse oder kleine Gruppierungen werden dabei selten berücksichtigt. Will man als kleiner Verein bei den Zeitungen Gehör finden, muss schon etwas Großes geschehen.
In unserem Ostalbkreis gibt es zwei Tageszeitungen und drei Wochenzeitungen. Also eigentlich eine geballte Ladung an Information. Doch während sich die regionalen Tageszeitungen hauptsächlich großen Themen widmen, haben die Wochenzeitungen immer mit Platzproblemen zu kämpfen. Letztere werben allwöchentlich um Anzeigenaufträge, die die kostenlose Verbreitung finanzieren und prägen so den Lokalteil, der allen erdenklichen Ereignissen zugute kommen sollte.
Dennoch ist es schwer für die Hüttlinger Bürgergarde einen Bericht in unsere regionalen Zeitungen unterzubringen. Wir sind eben nur ein kleiner Verein, für viele unbedeutend und daher wohl auch kein gedrucktes Wort wert. Einzig unser Amtsblatt der Gemeinde Hüttlingen druckt regelmäßig unsere Berichte. Doch seien wir einmal ehrlich: die sind ja auch dazu verpflichtet!
Ausnahmen bestätigen aber die Regel. Und so sind wir natürlich mehr als erfreut, dass sich eine Redakteurin einer Wochenzeitung die Zeit genommen hat, über uns zu berichten. Mit dem Ergebnis, dass die angeschlossene Tageszeitung ebenfalls diesen Bericht veröffentlichte und somit wenigstens für einen kurzen Zeitraum der Bekanntheitsgrad der Bürgergarde Hüttlingen gestiegen ist. Ob dies das eigentliche Nachwuchs-Problem der Bürgergarde beseitigt, steht auf einem anderen Blatt.
Als sogenannter Pressereferent ist es meine Hauptaufgabe unserem Verein mehr Aufmerksamkeit zu bringen. Und meine langjährigen Erfahrungen als Journalist sind dabei mehr als hilfreich. Doch dabei müssen auch die Zeitungen mitspielen. Und nicht nur dann, wenn es um große Geschichten geht.
 

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